http://www.dailymotion.com/video/xr80ee_gunter-wallraff-undercover-bei-gls_news?start=1

Günter Wallraff Undercover beim Paketlieferservice GLS

Ein erschreckender Blick in eine Wirtschaft die sich ausschliesslich an Profitmaximierung orientiert. 14h täglich Schwerstarbeit ohne Pause für 3 Euro in der Stunde.

Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff war wieder unter falscher Identität unterwegs – beim Paketzusteller GLS. Nach mehrmonatigen Recherchen und Undercover-Einsatz für RTL und das «Zeit-Magazin» prangert er «Menschenschinderei mit System» an.

Fahrer würden zu schwer durchschaubaren Bedingungen und in oft nur mündlichen Verträgen als Subunternehmer verpflichtet, ohne dass GLS sie auf die unternehmerischen und finanziellen Risiken hinweise. Viele würden total ausgebeutet, gerieten in eine Schuldenfalle – und GLS stehle sich geschickt und komplett aus der Verantwortung.

Reporter vom 27.05.2012

SF Reporter: Wienacht im Frühling – Ein Dorf wehrt sich gegen seine Asylanten

Eine Reportage die vor allem unter dem Aspekt des aktuellen Migrationspolitischen Diskurses in der Schweiz interessant ist (“Wenn der Bär in Graubünden einwandert, wird er auch Vergrämt damit er sich einen eigenen Lebensraum sucht”, “die Situation zwingt uns, zu Rassisten zu werden” oder “es geschehen unglaubliche Dinge – Littering, Lärmbelästigung wie z.B. extrem lautes Telefonieren”). Am Ende des Beitrags wird Simonetta Sommaruga gefragt, ob die Politik nicht versagt habe, wenn Leute eine Bürgerwehr gegen Asylbewerber gründen. Sie verneint, mir scheint aber ja, unsere – fortschrittliche – Politik hat versagt wenn wir es nicht schaffen die Debatte und die allgemeine Meinung zum Thema innerhalb humanistischer und aufgeklärter Denkmuster zu halten. Wer etwas grundsätzlicheres zum Thema will, dem sei diese Ausgabe von Sternstunde Philosophie oder dieser Text von Cédric Wermuth empfohlen.

DOK vom 29.03.2012

DOK: Im Kopf des Bankers

Der Finanzplatz ist eine zentrale Stütze des Schweizer Wohlstandes. Doch das Geschäftsgebaren der Banker hat in den letzten Jahren zunehmend selbstzerstörerische Züge angenommen. Die Exzesse erschüttern die Gesellschaft und treiben Aktivisten auf die Strasse.

Der Film hat einige sehr erhellende Interviewpassagen mit Oswald Grübel und anderen und als Höhepunkt sind sogar kurz ein paar JUSO-Fahnen zu sehen ;-)

In the Loop (2009)

Politik der Flüche
Wenn Malcolm Tucker (Peter Capaldi), der Kommunikationschef des britischen Premiers, in Wut gerät – und das passiert sehr leicht -, dann tobt ein Orkan aus Flüchen über die Kollegenschaft. Tuckers Auszucker gehören definitiv zu den Höhepunkten in Armando Iannuccis ungemein komischem Spielfilmdebüt In the Loop, aber auch sonst ist der Umgangston darin ziemlich rau. Die Story aus den Hinterzimmern der Macht gerät durch eine unachtsame Bemerkung des Ministers für Entwicklung (Tom Hollander) ins Rollen, der angesichts der Krise im Nahen Osten davon spricht, dass “der Krieg unvorhersehbar” sei. Welche Bedeutung dieser Satz in der rhetorischen Aufrüstung zum Irakkrieg erhält, davon erzählt diese so scharfzüngige wie irrwitzige Politsatire: Falken wie Tauben der US-Verbündeten haben nur auf einen Sündenbock gewartet. Dem Schotten Iannucci, der schon die vielgepriesene TV-Serie The Thick of It kreiert hat, geht es gar nicht so sehr um politische Inhalte, als um Entscheidungsprozesse, die unter chaotischem Konkurrenzdruck ablaufen.
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(Astro) Turf Wars

Die “Tea Party” – Wie sich Milliardäre und Konzerne eine Bewegung bauen
Ein Australischer Filmemacher geht der Realität hinter der “Tea Party” nach. Er findet eine “Grassroot”-Organisation, geplant, finanziert und aufgebaut von Milliardären und Konzernen. Astroturfing heisst die Strategie, so zu tun als ob Bürgerbewegungen und unabhänigige Komitees ein Anliegen unterstützen. Hochinteressante und ziemlich beängstigende Dokumentation.
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Foto

Devils don’t dream – Nachforschungen über Jacobo Arbenz

Über Jacobo Arbenz Guzmán , 1954 demokratisch zum Präsidenten von Guatemala gewählt, vier Jahre später durch einen von der CIA organisierten Putsch aus dem Lande verjagt.

Jacobo Arbenz, sein Vater ein Auswanderer aus der Schweiz, mit zunächst unbekannter politischer Linie, versuchte Landreformen umzusetzen und Guatemala aus den Händen der das Land beherrschenden United Fruit Company zu befreien. Um ihre Interessen im Land zu wahren, überzeugten die United Fruit Company und die sie unterstützenden Banken die CIA, dass Arbenz ein Kommunist oder zumindest ein Sozialist sei, der einen kommunistischen Umsturz vorbereite. Die US-Regierung unter Eisenhower befahl der CIA, einen Putsch zu organisieren, genannt Operation PBSUCCESS. Am 27. Juni 1954 musste Arbenz fliehen.

Eine spannende Dokumentation der man ihr Enstehungsjahr 1995 etwas ansieht, aber mitreisst in die Geschichte eines Mannes, den man im Guatemala der 90er Jahre lieber vergessen will.

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martullo

SF Reporter: “Der unaufhaltsame Aufstieg der Magdalena Martullo”

Eine Lektion in Neoliberalismus, Swiss-Style.

Auf der SF-Homepage schauen

Seit sieben Jahren ist die 41jährige Magdalena Martullo Boss über 2‘000 EMS-Mitarbeiter. Dieses Jahr bricht die Unternehmerin alle Rekorde: 54% mehr Umsatz und einen Gewinnzuwachs von 120% im ersten Halbjahr 2010. Reporter Roland Huber begleitete die Mutter und Unternehmerin in den innersten Zirkel ihrer EMS-Chemie: Martullo zeigt, wie sie mit geborgtem Geld ihrem Vater Aktien in Millionenhöhe abkauft; wie sie mit den Chinesen millionenschwere Geschäfte macht; wie sie Millionen und Abermillionen Gewinn macht. Aber auch wie Magdalena Martullo ihre Mitarbeiter mit harter Hand in der Betriebsschulung pauken lässt; wie sie ganz neue Arbeitsverträge durchpaukt – nämlich mehr Arbeitsstunden, um mit den Asiaten mithalten zu können und keine Ferien in der Hochkonjunktur, dafür Zwangspausen in der Krise; und wie sie überhaupt ganz feste auf die Pauke haut. Gen-bedingt, wie alle Blocher.

Kinderschinder – Der Preis für eine Tasse Kaffee

Aus aktuellem Anlass der Nespresso-Kampagne von Solidar Suisse hier eine Dokumentation die zeigt, unter welchen sozialen Bedingungen Kaffee angebaut wird – gerade auch für Nespresso!

Der Durchschnittsdeutsche trinkt mit fast 150 Litern pro Jahr mehr Kaffee als Wasser oder Bier. Trotz der verbotenen Preisabsprachen bekannter Röster kostet eine Tasse selbst gebrühter Kaffee oft nur etwa fünf Cent. Auf vielen Plantagen können die Arbeiter vom Lohn nicht menschenwürdig leben. Guatemala ist eine der ärmsten Kaffeeregionen, obwohl dort besonders hochwertige Bohnen angebaut werden. Die Reportage zeigt, wie Kinder auf Plantagen schuften statt zur Schule zu gehen. Wie ganze Familien mit umgerechnet drei Euro am Tag zurechtkommen müssen. Und wie Kirche und Gewerkschaft in Guatemala einen schier aussichtslosen Kampf kämpfen. Denn über die Arbeits- und Lebensverhältnisse auf den Plantagen bestimmt nur einer: der Besitzer.

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Die kommenden Tage

Dieser deutsche Film spielt in der nahen Zukunft (2012-2020) in einer von Rohstoffknappheit, Kriegen und Flüchtlingsströmen geprägten Welt. Erzählt wird die Geschichte zweier Schwestern, deren Leben nicht nur durch die bevorstehende Trennung ihrer Eltern erschüttert wird. Laura muss sich zwischen ihrem Kinderwunsch und ihrer Liebe zu dem an einer Augenkrankheit leidenden Hans entscheiden. Cecilia gerät dagegen durch ihren Freund Konstantin in das Milieu einer Terrororganisation. Mit Ängsten und Hoffnungen begegnen die zwei Schwestern in einer sich zunehmend destabilisierenden Gesellschaft ihrer Zukunft.

Eine düstere, beängstigende Zukunftsvision.
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