Foto

Devils don’t dream – Nachforschungen über Jacobo Arbenz

Über Jacobo Arbenz Guzmán , 1954 demokratisch zum Präsidenten von Guatemala gewählt, vier Jahre später durch einen von der CIA organisierten Putsch aus dem Lande verjagt.

Jacobo Arbenz, sein Vater ein Auswanderer aus der Schweiz, mit zunächst unbekannter politischer Linie, versuchte Landreformen umzusetzen und Guatemala aus den Händen der das Land beherrschenden United Fruit Company zu befreien. Um ihre Interessen im Land zu wahren, überzeugten die United Fruit Company und die sie unterstützenden Banken die CIA, dass Arbenz ein Kommunist oder zumindest ein Sozialist sei, der einen kommunistischen Umsturz vorbereite. Die US-Regierung unter Eisenhower befahl der CIA, einen Putsch zu organisieren, genannt Operation PBSUCCESS. Am 27. Juni 1954 musste Arbenz fliehen.

Eine spannende Dokumentation der man ihr Enstehungsjahr 1995 etwas ansieht, aber mitreisst in die Geschichte eines Mannes, den man im Guatemala der 90er Jahre lieber vergessen will.

Weiterlesen →

tumblr_lq549qxb5v1qcz0hxo1_400[1]

Rosa Luxemburg – Briefe aus dem Gefängnis

Diese Sammlung von Briefen, die die deutsch-polnische Revolutionärin und Theoretikerin FreundInnen und politischen WeggefährtInnen schrieb zeichnet ein anderes Bild von Luxembrug, als dass welches allgemein gängig ist. Die resolute und mutige Frau, die ihr Streiten für eine bessere Welt mit dem Leben bezahlte wird in ihren Briefen als menschliche, engagierte und auch verletzlicher Mensch sichtbar.

denkzettel_cover[2]

Denkzettel – Politische Erfahrungen im Zeitalter der permanenten Revolution

Denkzettel – Politische Erfahrungen im Zeitalter der permanenten Revolution

Das vorliegende Buch bietet einen hervorragenden Überblick über Leo Trotzkis Denken und seine politische Aktivität, die sich vom Anbruch des 20. Jahrhunderts bis zu seiner Ermordung durch Stalins Agenten im Jahr 1940 zieht. Er ist ein wahrhaft großer Vertreter des revolutionären Marxismus, stand an der Spitze beider russischer Revolutionen von 1905 und 1917 und zählt auch zu deren herausragenden Chronisten. Mit dem Kampf gegen die Stalinisierung der russischen Revolution und der historischen Analyse dieses Prozesses hinterließ er den nachgeborenen Generationen revolutionärer Marxistinnen und Marxisten ein schlagkräftiges Gegenargument zum angeblichen Scheitern des sozialistischen Projektes.

Weiterlesen →

Das Spiel der Macht (All the King’s Men)

Der Film mit Sean Penn, Jude Law und Kate Winslet gilt zwar als der grösste kommerzielle Flop der 00er-Jahre. Doch das will ja (zumindest bei uns) nichts heissen.

Willie Stark ist ein radikaler, linker und populistischer Underdog-Politiker in Louisiana (seine Figur basiert auf dem umstrittenen Demokraten Huey Long). Sein Weg führt ihn an die Spitze des Staates, als Gouverneur versinkt aber auch er im Sumpf des Polit-Establishments. Spannend und eindrücklich – aber nicht perfekt. Trotzdem sehr sehenswert!

William Kunstler: Disturbing the Universe (2009)

Er einer der bekanntesten Menschenrechtsanwälte der USA: William Kunstler. Bekannt wird er durch die Verteidigung der “Chicago 7”. Dabei wandelt er durchaus auch auf fragwürdigen Pfaden. Die Dokumentation, gedreht von Kunstlers Töchtern zeigt ein einfühlsames und bewegendes Portrait des linken Juristen.

http://www.imdb.com/title/tt1074194/

tumblr_lf4if0ZgWi1qcz0hxo1_400[1]

Kassensturz – Laura Castellanos

Ausführliches Interview der Journalistin Laura Castellanos mit dem mysteriösen Führer der zapatistischen  Befreiungsbewegung im mexikanischem Chiappas. Der revolutionäre Prozess des EZLN wird dort nachgezeichnet und reflektiert.
Dazu kommen noch einzigartige Fotos des Subcommandante Marcos und die unbedingt zu lesende sechste Erklärung des EZLN aus dem lakadonischen Urwald.

419HM5B5E7L._SL500_[1]

Der kurze Sommer der Anarchie – Hans Magnus Enzensberger

Eines der spannendsten Geschichtsbücher aller Zeiten. Enzensberger erzählt Leben und Sterben des spanischen Anarchisten Buenavertura Durruti (1896-1936), einer der schillerndsten Figuren des spanischen Bürgerkrieges. Interessant ist vor allem Enzensbergers Methode: Er schreibt keinen Text, der eine abschliessende Meinung vertritt, sondern reiht verschiedene – teils auch widersprüchliche – Quellen aneinander. Selbst verfasst er nur kurze Texte, um den Kontext der Quellen verständlich zu machen.