Reporter vom 27.05.2012

SF Reporter: Wienacht im Frühling – Ein Dorf wehrt sich gegen seine Asylanten

Eine Reportage die vor allem unter dem Aspekt des aktuellen Migrationspolitischen Diskurses in der Schweiz interessant ist (“Wenn der Bär in Graubünden einwandert, wird er auch Vergrämt damit er sich einen eigenen Lebensraum sucht”, “die Situation zwingt uns, zu Rassisten zu werden” oder “es geschehen unglaubliche Dinge – Littering, Lärmbelästigung wie z.B. extrem lautes Telefonieren”). Am Ende des Beitrags wird Simonetta Sommaruga gefragt, ob die Politik nicht versagt habe, wenn Leute eine Bürgerwehr gegen Asylbewerber gründen. Sie verneint, mir scheint aber ja, unsere – fortschrittliche – Politik hat versagt wenn wir es nicht schaffen die Debatte und die allgemeine Meinung zum Thema innerhalb humanistischer und aufgeklärter Denkmuster zu halten. Wer etwas grundsätzlicheres zum Thema will, dem sei diese Ausgabe von Sternstunde Philosophie oder dieser Text von Cédric Wermuth empfohlen.

Die kommenden Tage

Dieser deutsche Film spielt in der nahen Zukunft (2012-2020) in einer von Rohstoffknappheit, Kriegen und Flüchtlingsströmen geprägten Welt. Erzählt wird die Geschichte zweier Schwestern, deren Leben nicht nur durch die bevorstehende Trennung ihrer Eltern erschüttert wird. Laura muss sich zwischen ihrem Kinderwunsch und ihrer Liebe zu dem an einer Augenkrankheit leidenden Hans entscheiden. Cecilia gerät dagegen durch ihren Freund Konstantin in das Milieu einer Terrororganisation. Mit Ängsten und Hoffnungen begegnen die zwei Schwestern in einer sich zunehmend destabilisierenden Gesellschaft ihrer Zukunft.

Eine düstere, beängstigende Zukunftsvision.
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Bread and Roses (2000)

Fast könnte man das Gefühl haben, dass der Brite Ken Loach ein Garant für interessantes und unterhaltsames linkes Filmvergnügen ist. Auch Bread and Roses spricht ein typisch linkes Thema an: Arbeitskampf! Die junge Maya, die illegal aus Mexiko in die USA eingewandert ist, sieht sich als frisch eingestellte Reinigungskraft einem Arbeitgeber gegenüber, der sie wie so viele MigrantInnen als Humankapital ausnutzt und die Arbeitsbedingungen stetig prekarisiert. Doch Maya und ihre KollegInnen beginnen sich zu wehren…

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Le Nom des Gens (Der Name der Leute)

Dieser Französische Film erzählt die Geschichte einer jungen Linken Frau deren politische Taktik brisant ist: Sie schläft mit dem Feind, um ihn zu bekehren. Dies gelingt ihr auch gut, der frühere Vorsitzende der jungen UMP hütet nun Schafe. Bis sie Arthur Martin trifft. Dieser ist nicht rechts und auch nicht mehr besonders jung. Gemeinsam gehen sie aber einen Weg der nicht ganz einfach ist: Sie bohren in ihren Vergangenheiten als Kinder von Migranten und in ihren Gefühlen füreinander. Ein guter, unterhaltsamer und doch bewegender Film. Auf der politischen- und der Gefühlsebene.

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Fabrizio Gatti – Bilal – Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Durch die Sahara nach Europa: Der italienische Reporter Fabrizio Gatti hat sich unter Flüchtlinge gemischt. Er schildert, was sie unterwegs erleben und wie sie in italienischen Auffanglagern behandelt werden.

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