Reporter vom 27.05.2012

SF Reporter: Wienacht im Frühling – Ein Dorf wehrt sich gegen seine Asylanten

Eine Reportage die vor allem unter dem Aspekt des aktuellen Migrationspolitischen Diskurses in der Schweiz interessant ist (“Wenn der Bär in Graubünden einwandert, wird er auch Vergrämt damit er sich einen eigenen Lebensraum sucht”, “die Situation zwingt uns, zu Rassisten zu werden” oder “es geschehen unglaubliche Dinge – Littering, Lärmbelästigung wie z.B. extrem lautes Telefonieren”). Am Ende des Beitrags wird Simonetta Sommaruga gefragt, ob die Politik nicht versagt habe, wenn Leute eine Bürgerwehr gegen Asylbewerber gründen. Sie verneint, mir scheint aber ja, unsere – fortschrittliche – Politik hat versagt wenn wir es nicht schaffen die Debatte und die allgemeine Meinung zum Thema innerhalb humanistischer und aufgeklärter Denkmuster zu halten. Wer etwas grundsätzlicheres zum Thema will, dem sei diese Ausgabe von Sternstunde Philosophie oder dieser Text von Cédric Wermuth empfohlen.

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Machtgier – Wer die Schweiz wirklich regiert

Politik ist Show. Die Politiker gaukeln ihren Wählern durch die Inszenierung in den Medien eine Bedeutung vor, die sie gar nicht haben. Die Wucht der Globalisierung verändert und verformt massiv auch die dirkete Demokratie Schweiz.

Viktor Parma durchleuchtet im Wahljahr 2007 die eidgenössische Machtelite, porträtiert die einflussreichsten Hintermänner und Spielmacher, enthüllt ihre Verbindungen und Absprachen, ihre geheimen Treffen und Strategien, erzählt Unbekanntes und auch Amüsantes,

Parma enthüllt und belegt eine Wirklichkeit, die in Reden von Bundesräten und Wirtschaftsgrössen meisst verharmlost und nicht selten abgestritten wird:

Staatsorgarne, die sich gängeln lassen, Konzerne, die sich als übernationale Gegenmacht geben. Parma zeigt aber auch, wo die Alternative zu einer von versteckten Interessen gesteuerten Scheinpolitik liegt und wie Machtkontrolle doch noch möglich wäre. Die Demokratie ist herausgefordert.

 

2007 Nagel & Kimche

DOK vom 29.03.2012

DOK: Im Kopf des Bankers

Der Finanzplatz ist eine zentrale Stütze des Schweizer Wohlstandes. Doch das Geschäftsgebaren der Banker hat in den letzten Jahren zunehmend selbstzerstörerische Züge angenommen. Die Exzesse erschüttern die Gesellschaft und treiben Aktivisten auf die Strasse.

Der Film hat einige sehr erhellende Interviewpassagen mit Oswald Grübel und anderen und als Höhepunkt sind sogar kurz ein paar JUSO-Fahnen zu sehen ;-)

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Greis – Me Love

Greis ist endlich zurück. Auf dem neuen Album Me Love gibt er sich zwar merklich apolitischer als sonst. Wer aber genauer hinhört, kann immer noch den alten Rebellen durchscheinen sehen bzw. hören (siehe “Mini Bitch”). Claud hat sein schon hohes Niveau als Beatproduzent nochmal erhöht. Und ein weiterer alter bekannter (Rennie) von Sektion Kuchikäschtli hat auch noch einen Gastauftrit. Das Album muss man einfach kaufen, nur schon weil es halt einfach GREIS ist.

By: Yves

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Die käufliche Schweiz

2011 ist Wahljahr in der Schweiz – und das Land steckt in der Krise. Die Ursachen liegen tief und sind weit über den Machtkapf der Parteien hinaus eine Bedrohung für das vielgerühmte “Erfolgsmodell Schweiz”.
Die direkte Demokratie wird zur defekten Demokratie. Die Teilhabe des Bürgers an der Politik steht auf dem Spiel. Die Balance von Wirtschaft und Staat ist in Gefahr.

Anschaulich und klug beleuchten Voktor Parma und Oswald Sigg die Schieflage der helvetischen Ordnung, untersuchen die Rollen von Konzernen und Medien und zeigen, wie die Republik zu retten ist. Ein wichtiges Buch für alle, die in diesem Land leben – und an seiner Zukunft Teilnehmen wollen.

2011 Nagel & Kimche

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Wohin treibt die Schweiz?

Das vergangene Jahrzehnt war für die Schweiz eine Phase der Normalisierung, aber auch einer gewissen Ratlosigkeit. Niemand scheint recht zu wissen, wie es mit dem Land weitergehen soll – ob die Schweiz noch Utopien birgt, was auf sie zukommt, ob sie die Kraft hat, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Zehn prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst nehmen Stellung dazu – und entwerfen eine je eigene Vision für ihr Heimatland.

Das Buch basiert auf Vorträgen, die im Rahmen der vom Theater Basel und der Wochenzeitung DIE ZEIT veranstalteten Reihe “Rede-ZEIT: Wohin treibt die Schweiz?” im Schauspielhaus des Theaters Basel gehalten wurden.
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Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz

Mit diesem brisanten Buch durchleuchtet die Erklärung von Bern (EvB) erstmals die Rolle von Schweizer Unternehmen im boomenden Rohstoff-Business und die globale Bedeutung der Rohstoffdrehscheibe Schweiz. Sie berichtet über die Hintergründe und Opfer, erklärt die Funktionsweise des Rohstoffhandels und die Konflikte in den Herkunftsländern, zeigt Alternativen und stellt Forderungen. Diese exklusive Recherche eines wirtschaftspolitischen Schlüsselthemas wird zu reden geben.

ISBN 978-3-905801-50-7

Tommy Vercetti – La ga La si

Ein weiteres Stück genialen Raps von Tommy Vercetti.

By: Yves

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Peter Sutter – ZEIT für eine ANDERE WELT, Warum der Kapitalismus keine Zukunft hat

Angesichts der unabsehbaren Folgen der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise, der immer grösser werdenden Kluft zwischen Armut und Reichtum sowie aller weiterer Zukunftsbedrohungen bis hin zur globalen Klimakatastrophe kommt Peter Sutter zum Schluss, dass der Kapitalismus keine Zukunft hat und dass es unerlässlich ist, ihn durch eine neue, von Grund auf andere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu ersetzen. Peter Sutter geht in seinem Buch schwerpunktmässig auf die wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftspolitischen Verhältnisse in der Schweiz ein, die Sichtweise sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse lassen sich aber auf sämtliche kapitalistische Staaten sowie auf das weltweite Wirken des kapitalistischen Wirtschaftssystems übertragen. Ein Buch, das nicht nur die bestehenden Verhältnisse kritisch hinterfragt, sondern vor allem auch Mut machen will, sich auf den Weg zum Aufbau einer neuen, friedlichen, sozial gerechten und zukunftsfähigen Welt zu machen.

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SF Reporter: “Der unaufhaltsame Aufstieg der Magdalena Martullo”

Eine Lektion in Neoliberalismus, Swiss-Style.

Auf der SF-Homepage schauen

Seit sieben Jahren ist die 41jährige Magdalena Martullo Boss über 2‘000 EMS-Mitarbeiter. Dieses Jahr bricht die Unternehmerin alle Rekorde: 54% mehr Umsatz und einen Gewinnzuwachs von 120% im ersten Halbjahr 2010. Reporter Roland Huber begleitete die Mutter und Unternehmerin in den innersten Zirkel ihrer EMS-Chemie: Martullo zeigt, wie sie mit geborgtem Geld ihrem Vater Aktien in Millionenhöhe abkauft; wie sie mit den Chinesen millionenschwere Geschäfte macht; wie sie Millionen und Abermillionen Gewinn macht. Aber auch wie Magdalena Martullo ihre Mitarbeiter mit harter Hand in der Betriebsschulung pauken lässt; wie sie ganz neue Arbeitsverträge durchpaukt – nämlich mehr Arbeitsstunden, um mit den Asiaten mithalten zu können und keine Ferien in der Hochkonjunktur, dafür Zwangspausen in der Krise; und wie sie überhaupt ganz feste auf die Pauke haut. Gen-bedingt, wie alle Blocher.