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Devils don’t dream – Nachforschungen über Jacobo Arbenz

Über Jacobo Arbenz Guzmán , 1954 demokratisch zum Präsidenten von Guatemala gewählt, vier Jahre später durch einen von der CIA organisierten Putsch aus dem Lande verjagt.

Jacobo Arbenz, sein Vater ein Auswanderer aus der Schweiz, mit zunächst unbekannter politischer Linie, versuchte Landreformen umzusetzen und Guatemala aus den Händen der das Land beherrschenden United Fruit Company zu befreien. Um ihre Interessen im Land zu wahren, überzeugten die United Fruit Company und die sie unterstützenden Banken die CIA, dass Arbenz ein Kommunist oder zumindest ein Sozialist sei, der einen kommunistischen Umsturz vorbereite. Die US-Regierung unter Eisenhower befahl der CIA, einen Putsch zu organisieren, genannt Operation PBSUCCESS. Am 27. Juni 1954 musste Arbenz fliehen.

Eine spannende Dokumentation der man ihr Enstehungsjahr 1995 etwas ansieht, aber mitreisst in die Geschichte eines Mannes, den man im Guatemala der 90er Jahre lieber vergessen will.

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Kinderschinder – Der Preis für eine Tasse Kaffee

Aus aktuellem Anlass der Nespresso-Kampagne von Solidar Suisse hier eine Dokumentation die zeigt, unter welchen sozialen Bedingungen Kaffee angebaut wird – gerade auch für Nespresso!

Der Durchschnittsdeutsche trinkt mit fast 150 Litern pro Jahr mehr Kaffee als Wasser oder Bier. Trotz der verbotenen Preisabsprachen bekannter Röster kostet eine Tasse selbst gebrühter Kaffee oft nur etwa fünf Cent. Auf vielen Plantagen können die Arbeiter vom Lohn nicht menschenwürdig leben. Guatemala ist eine der ärmsten Kaffeeregionen, obwohl dort besonders hochwertige Bohnen angebaut werden. Die Reportage zeigt, wie Kinder auf Plantagen schuften statt zur Schule zu gehen. Wie ganze Familien mit umgerechnet drei Euro am Tag zurechtkommen müssen. Und wie Kirche und Gewerkschaft in Guatemala einen schier aussichtslosen Kampf kämpfen. Denn über die Arbeits- und Lebensverhältnisse auf den Plantagen bestimmt nur einer: der Besitzer.

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Paulo Freire – Pädagogik der Unterdrückten

Wer denkt, dass Pädagogik nur langweilig und Lehrer alles Spiesser sind, hat noch nie etwas von Paulo Freire gehört. Der Brasilianer gilt als einer der bedeutendsten Volkspädagogen und hat in den 70er Jahren in den Slums und Landarbeitersiedlungen Brasiliens Alphabetisierungskampagnen durchgeführt. Wie kein zweiter wusste er mit seiner Verbindung zwischen Bildung und Revolution auch den einfachen Mann zu erreichen. Mit seiner Erziehung zur Selbstbefreiung wurde er dem Establishment so gefährlich, dass sie ihn verhaften und ausser Landes wiesen liessen, wonach er nach Chile siedelte und dort ein guter Freund von Salvador Allende wurde.

Freires pädagogische Theorien und ihre praktische Anwendung wurde zwar für 3. Welt-Verhältnisse entwickelt, nichtsdestotrotz können wir noch heute durch seine progressiven Ansichten wichtige Erkenntnisse über die Verstrickungen von Machtverhältnissen und Erziehung gewinnen und Wege erfahren, wie man diese endlich auflösen und wirkliche Freiheit erlangen kann.

Ein Buch nicht nur für Pädagogen.