In the Loop (2009)

Politik der Flüche
Wenn Malcolm Tucker (Peter Capaldi), der Kommunikationschef des britischen Premiers, in Wut gerät – und das passiert sehr leicht -, dann tobt ein Orkan aus Flüchen über die Kollegenschaft. Tuckers Auszucker gehören definitiv zu den Höhepunkten in Armando Iannuccis ungemein komischem Spielfilmdebüt In the Loop, aber auch sonst ist der Umgangston darin ziemlich rau. Die Story aus den Hinterzimmern der Macht gerät durch eine unachtsame Bemerkung des Ministers für Entwicklung (Tom Hollander) ins Rollen, der angesichts der Krise im Nahen Osten davon spricht, dass “der Krieg unvorhersehbar” sei. Welche Bedeutung dieser Satz in der rhetorischen Aufrüstung zum Irakkrieg erhält, davon erzählt diese so scharfzüngige wie irrwitzige Politsatire: Falken wie Tauben der US-Verbündeten haben nur auf einen Sündenbock gewartet. Dem Schotten Iannucci, der schon die vielgepriesene TV-Serie The Thick of It kreiert hat, geht es gar nicht so sehr um politische Inhalte, als um Entscheidungsprozesse, die unter chaotischem Konkurrenzdruck ablaufen.
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(Astro) Turf Wars

Die “Tea Party” – Wie sich Milliardäre und Konzerne eine Bewegung bauen
Ein Australischer Filmemacher geht der Realität hinter der “Tea Party” nach. Er findet eine “Grassroot”-Organisation, geplant, finanziert und aufgebaut von Milliardären und Konzernen. Astroturfing heisst die Strategie, so zu tun als ob Bürgerbewegungen und unabhänigige Komitees ein Anliegen unterstützen. Hochinteressante und ziemlich beängstigende Dokumentation.
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The Help (2011)

1962 kehrt die junge Skeeter von ihrem Collegestudium zurück in ihre Südstaaten-Heimatstadt. Ihre alten Freundinnen haben viel Freizeit. Denn ihre Babys und Haushalte werden von farbigen Hausangestellten versorgt. Als eine von ihnen ein Gesetz einbringen will, dass Schwarze separate Toiletten benutzen sollen, ist Skeeter dermaßen schockiert, dass sie beschließt, die Hausmädchen in ihrer Umgebung zu interviewen, um ihre Seite zu dokumentieren. Zunächst fällt es ihr schwer, das Eis zu brechen, doch letztlich erhält sie die volle Unterstützung von Aibileen und Minny.

By: Seraina Fürer

http://www.youtube.com/watch?v=ys_qe7uffE4&feature=related

Immortal Technique – Dance with the devil

Immortal Technique ist ein Rapper aus den USA, dessen Texte sich mit Klassenkampf, Armut, 911, Krieg und institutionellem Rassismus befassen. Dieser Track erzählt eine emotionale Geschichte mit Schockfaktor, über die Selbstzerstörung von Materialisten, die sich als “krasse Gängschter” einen Namen machen wollen.

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Foto

Devils don’t dream – Nachforschungen über Jacobo Arbenz

Über Jacobo Arbenz Guzmán , 1954 demokratisch zum Präsidenten von Guatemala gewählt, vier Jahre später durch einen von der CIA organisierten Putsch aus dem Lande verjagt.

Jacobo Arbenz, sein Vater ein Auswanderer aus der Schweiz, mit zunächst unbekannter politischer Linie, versuchte Landreformen umzusetzen und Guatemala aus den Händen der das Land beherrschenden United Fruit Company zu befreien. Um ihre Interessen im Land zu wahren, überzeugten die United Fruit Company und die sie unterstützenden Banken die CIA, dass Arbenz ein Kommunist oder zumindest ein Sozialist sei, der einen kommunistischen Umsturz vorbereite. Die US-Regierung unter Eisenhower befahl der CIA, einen Putsch zu organisieren, genannt Operation PBSUCCESS. Am 27. Juni 1954 musste Arbenz fliehen.

Eine spannende Dokumentation der man ihr Enstehungsjahr 1995 etwas ansieht, aber mitreisst in die Geschichte eines Mannes, den man im Guatemala der 90er Jahre lieber vergessen will.

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Wag the Dog (1997)

Als der US-amerikanische Präsident zwei Wochen vor der Wahl in einen Sex-Skandal mit einer minderjährigen Schülerin gerät, wird Conrad „Mr. Fix-It“ Brean (Robert de Niro) engagiert, um das Bild des Präsidenten in der amerikanischen Öffentlichkeit und vor allem seine Wiederwahl zu retten. Brean holt sich wiederum Hilfe bei einem waschechten Filmproduzenten, Motss (Dustin Hoffman), um seine Gegenkampagne entsprechend in Szene zu setzen. Die einzige Möglichkeit, den Skandal zu vertuschen, sehen die Hintermänner des Präsidenten darin, einen Krieg zu inszenieren…

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Bread and Roses (2000)

Fast könnte man das Gefühl haben, dass der Brite Ken Loach ein Garant für interessantes und unterhaltsames linkes Filmvergnügen ist. Auch Bread and Roses spricht ein typisch linkes Thema an: Arbeitskampf! Die junge Maya, die illegal aus Mexiko in die USA eingewandert ist, sieht sich als frisch eingestellte Reinigungskraft einem Arbeitgeber gegenüber, der sie wie so viele MigrantInnen als Humankapital ausnutzt und die Arbeitsbedingungen stetig prekarisiert. Doch Maya und ihre KollegInnen beginnen sich zu wehren…

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Phil Ochs - [Unknown Year] The Essential Phil Ochs

Phil Ochs

Phil Ochs war die links-aussen Variante von Bob Dylan. Ein Muss für alle, die politischen, linken Folk mögen.
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Flobots – Fight with Tools

Flobots sind eine politische US-amerikanische Rap/Rock Gruppe. Ihr zweites Album “Fight with Tools” (von dem der obige Song “Handlebar” stammt) wurde international bekannt und spart nicht an deutlicher Kritik am System.

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Das Spiel der Macht (All the King’s Men)

Der Film mit Sean Penn, Jude Law und Kate Winslet gilt zwar als der grösste kommerzielle Flop der 00er-Jahre. Doch das will ja (zumindest bei uns) nichts heissen.

Willie Stark ist ein radikaler, linker und populistischer Underdog-Politiker in Louisiana (seine Figur basiert auf dem umstrittenen Demokraten Huey Long). Sein Weg führt ihn an die Spitze des Staates, als Gouverneur versinkt aber auch er im Sumpf des Polit-Establishments. Spannend und eindrücklich – aber nicht perfekt. Trotzdem sehr sehenswert!